Makler & Immobilienfinden leicht gemacht

Tipps für die Immobilienbesichtigung

Bei einer Immobilienbesichtigung kommt es sowohl auf das richtige Verhandlungsgeschick und einen kühlen Kopf als auch auf ein gutes Bauchgefühl an. Jede Besichtigung gleicht einem Blind Date: Umso wichtiger ist eine gute Vorbereitung auf den Termin, der über die persönliche Wohnzukunft entscheiden könnte. Mit Immo-Suche.net behalten Sie die wichtigsten Vorbereitungen für Ihren Besichtigungstermin im Blick:

 

Das A und O bei der Besichtigung

Grundsätzlich gilt: Je mehr Informationen Sie im Vorfeld zu Ihrem Wunschobjekt einholen, desto einfacher gestaltet sich der Besichtigungstermin. Sie können diesen dann für gezielte Rückfragen nutzen und die Immobilie dadurch auch entspannter auf sich wirken lassen.

Egal ob die Besichtigung vom Eigentümer, Vermieter oder von einem Makler durchgeführt wird: Hinterlassen Sie als Interessent einen guten ersten Eindruck indem Sie pünktlich zum Termin erscheinen und auch adäquat gekleidet sind. Außerdem kann es für Sie sprechen, wenn Sie das eine oder andere Lob in das Gespräch einfließen lassen. Das verdeutlicht Ihr Interesse an der Immobilie und kommt insbesondere bei privaten Vermietern gut an. Sachlicher verläuft der Besichtigungstermin in der Regel mit einem Makler. Aber auch dieser vermittelt seinen ersten Eindruck von Ihnen an den Eigentümer oder Vermieter weiter.

Mietwohnung besichtigen – 3 Tipps für Ihren Erfolg

Günstiger Wohnraum wird insbesondere in beliebten Städten und Ballungszentren zum seltenen Gut. Da heißt es schnell sein, wenn eine Mietwohnung frei wird, denn die Konkurrenz schläft nicht. Wie Sie sich für die Wohnungsbesichtigung einen Vorteil verschaffen können, verdeutlichen die nachfolgenden drei Empfehlungen.

(1) Einzel- statt Massenbesichtigung

Vermeiden Sie Massen- bzw. Gruppenbesichtigungen. Bei einem Einzeltermin haben Sie generell bessere Chancen, die Mietwohnung in aller Ruhe unter die Lupe zu nehmen. Lässt sich eine zeitgleiche Besichtigung der Wohnung von mehreren Interessenten nicht vermeiden, sollten Sie Ihre Vorzüge als potenzieller neuer Mieter im Gespräch mit dem Vermieter oder Makler entsprechend herausstellen. So kann es sich zum Beispiel auszahlen, wenn Sie erwähnen dass Ihr Arbeitsverhältnis unbefristet ist – auch wenn die meisten Vermieter solche Angaben später auch von Interessenten in der so genannten Mieterselbstauskunft verlangen. Der persönliche Kontakt auf dem Besichtigungstermin und entsprechende Sympathie oder Antipathie kann gerade bei vielen Mitbewerbern auf eine freie Wohnung letztlich das entscheidende Kriterium sein.

Wer flexibel bei der Terminvereinbarung ist, kann sich ebenfalls einen Vorteil verschaffen. Generell sind Wohnungsbesichtigungen werktags und bei ausreichend Tageslicht zu empfehlen. So können sich Mietinteressenten am besten einen Eindruck von der Wohnsituation machen und die Wohnung auch bei entsprechend guten Lichtverhältnissen genauer in Augenschein nehmen.

(2) Detailverliebtheit spart Zeit

Wer gemeinsam auf Wohnungssuche ist, sollte auch den Besichtigungstermin gemeinsam wahrnehmen. So gewinnt der Vermieter direkt einen Eindruck von Ihnen und letzten Endes sehen vier Augen bekanntlich auch mehr als zwei.

Prüfen Sie vorab auch die Details aus der Wohnungsanzeige. Kennen Sie diese aus dem Effeff, stellen Sie vor Ort bei der Besichtigung dann auch die richtigen noch notwendigen Fragen. Entdecken Sie in der Anzeige vorab noch Ausschlusskriterien (z.B. keine Haustierhaltung erwünscht), können Sie sich wiederum die Zeit für eine Besichtigung sparen.

(3) Der Wohnungscheck zum Besichtigungstermin

Die Wohnungsbesichtigung selbst sollten Sie für einen ausführlichen Check nutzen. Finden Sie dabei Antworten auf all Ihre Fragen. Dazu gehören insbesondere:

  • Ist die Wohnung für meine Zwecke gut geschnitten?
  • Habe ich ausreichend Platz für meine Möbel?
  • Wie wird die Wohnung beheizt?
  • Sind Fenster und Türen gut isoliert?
  • Wo befinden sich Wasseranschluss, Steckdosen und Lichtschalter?
  • Wie sieht es mit Telefon-, Kabel- und Internetanschluss aus?
  • Ist eventuell noch Renovierungsbedarf vorhanden?
  • Was gehört noch zur Wohnung (z.B. Abstellraum Keller oder Dachboden)?
  • Wie gefällt mir die Lage (Verkehrsanbindung, Parkplätze, Einkaufsmöglichkeiten)?

Weitere Anregungen für Ihre persönliche Checkliste zur Wohnungsbesichtigung finden Sie hier.

Eigentumswohnung besichtigen – 3 Tipps für Ihren Erfolg

Anders als bei einer Mietwohnung, ist man an eine Eigentumswohnung entsprechend länger gebunden. Demzufolge sollte auch die Besichtigung einen hohen Stellenwert einnehmen.

(1) Weitblick statt erster Eindruck

Neben der Wohnung selbst erwerben Sie als Wohnungseigentümer auch einen Teil des gemeinschaftlich genutzten Grundstücks bzw. Hauses. Daher müssen Sie sich auch innerhalb der jeweiligen Eigentümergemeinschaft entsprechend wohl fühlen. Nutzen Sie den Besichtigungstermin daher insbesondere, um über diese möglichst ausführliche Informationen einzuholen und künftige Rechte und Pflichten genau im Blick zu behalten:

  • Wer ist beispielsweise für welche Instandhaltungs- und Modernisierungsmaßnahmen zuständig?
  • Welche zusätzlichen Kosten zum Wohnungskauf fallen an (z.B. Wohngeld?)
  • Was wurde in den letzten Versammlungsprotokollen besprochen?

(2) Eigenbedarf oder Vermietung geplant

Im Hinblick auf die Eigentümergemeinschaft lohnt es sich auch in Erfahrung zu bringen, ob die Wohnungen selbst genutzt oder weitervermietet werden. Das entscheidet letztlich ja darüber, mit welchen Bewohnern man sich als neuer Eigentümer in direkter Nachbarschaft arrangieren muss. Scheuen Sie sich also nicht davor zu erfragen, wer ihre Nachbarn sind.

(3) Mehrere Termine ratsam

Wer kaufen statt mieten möchte, ist grundsätzlich mit mehreren Besichtigungsterminen gut beraten. Verschaffen Sie sich einen möglichst guten Überblick über das Objekt, aber auch über dessen Lage. Haben Sie die Möglichkeit, die Immobilie an unterschiedlichen Tagen und Tageszeitpunkten auf sich wirken zu lassen, können Sie Ihre Entscheidung für den Kauf auf eine solide Grundlage stellen.

Haus besichtigen – 3 Tipps für Ihren Erfolg

Ein Hauskauf will besonders gut überlegt sein. Ist die Immobilie aktuell in einem guten Zustand? Wie verhält es sich mit den Grundstücksrechten? Diese und viele weitere Fragen gilt es rund um den Besichtigungstermin zu klären.

(1) Kopf- und Bauchgefühl müssen stimmen

Für viele Menschen ist der Hauskauf eine Entscheidung für das ganze Leben. Je aufschlussreicher die Besichtigung, desto leichter fällt die diese Entscheidung. Neben dem inneren Bauchgefühl braucht es dabei auch einen kühlen Kopf, denn letzten Endes sind es die sachlichen Kriterien (z.B. Bausubstanz, Energieeffizienz), die ein Haus zu einer guten oder weniger gut finanzierbaren Immobilie machen.

(2) Vorab-Informationen vereinfachen den Besichtigungstermin

Starten Sie mit möglichst vielen Informationen in die Hausbesichtigung, können Sie sich vor Ort auf wichtige Details konzentrieren. Lassen Sie sich daher vom Verkäufer am besten auch vorab die Eckdaten zum Objekt aushändigen und erkundigen Sie sich nach einem aktuellen verfügbaren Grundriss.

Für Hauskäufer sollte die Besichtigung auch nicht im Haus enden, sondern auch das jeweilige Wohnviertel und die nähere Umgebung einschließen. Haben Sie weiteres Interesse an dem Objekt, kann ein zweiter oder dritter Besichtigungstermin hilfreich sein.

(3) Experten befragen

Damit Sie sich nicht nur auf Ihr eigenes Kopf- und Bauchgefühl verlassen müssen, können Sie in die Hausbesichtigung auch Experten einbeziehen. Lassen Sie die Immobilie beispielsweise durch einen Sachverständigen prüfen, der Ihnen vorab noch Hinweise zu eventuellen Baumängeln, vermeintlichen Schäden und notwendigen Renovierungs- oder Modernisierungskosten geben kann.

Institutionen wie DEKRA, TÜV, Verbraucherzentrale oder der Verband Privater Bauherren stellen entsprechende Experten und Gutachter zur Verfügung. Das ist ein lohnendes Investment vor dem Kauf, da es Ihnen durch entsprechend fachliche Beurteilung auf lange Sicht Kosten spart.

Schalten Sie vor dem Kauf auch die örtlichen Behörden (z.B. Bauamt) ein, um sich genauer über das Grundstück und den geltenden Bebauungsplan sowie etwaige Besonderheiten (z.B. Rechte Dritter bei Wegen o.ä.) zu informieren.

 

Checkliste zur Immobilienbesichtigung

Ein aktueller Fragekatalog, der die wichtigsten Informationen zur Immobilie sammelt, bereitet den Besichtigungstermin nicht nur gut vor, sondern ist auch im Nachhinein eine sehr gute Entscheidungshilfe. Gern können Sie sich hierfür an der nachfolgenden Checkliste orientieren.

GRUNDLEGENDE ANGABEN ZUR IMMOBILIE

  • Adresse & Lage
  • Kontakte Eigentümer, Verwaltung, Makler
  • Nutzfläche / Wohnfläche
  • Anzahl der Räume
  • Baujahr & Bauweise
  • Angaben zur letzten Renovierung/ Modernisierung
  • zusätzlich verfügbare Räume (z.B. Kellerabteil)
  • möglicher Einzugstermin
  • besondere Regelungen (z.B. Haustierhaltung)

WICHTIGE UNTERLAGEN

  • Exposé zum Objekt
  • aktueller Grundriss (inkl. Wohnflächen-Kennzeichnung)
  • detaillierte Objekt- bzw. Baubeschreibung
  • aktuelle Bilder der Immobilie (Innen- & Außenansicht)
  • Energieausweis der Immobilie
  • speziell für den Hauskauf: Bebauungsplan, Grundbuchauszug
  • speziell für Eigentumswohnungen: Teilungserklärung, Gemeinschaftsordnung

INFORMATIONEN ZUR UMGEBUNG: LAGE & INFRASTRUKTUR

  • persönliche Bewertung der Lage: Stadtteil, Nachbarschaft
  • persönliche Bewertung der näheren Umgebung: z.B. Einkaufsmöglichkeiten, Parkplätze, Spielplätze
  • Informationen zur Verkehrsanbindung
  • mögliche Belästigungen: z.B. Geräuschpegel durch Verkehr
  • Entfernung zur Arbeit
  • wichtige Einrichtungen in der Nähe (z.B. Ärzte, KITA, Schule)
  • Entfernung zu Freizeit- und Kulturangeboten (z.B. Sportplatz, Schwimmbad, Theater, Kino)

ZUSTAND & NUTZUNG DER IMMOBILIE

  • Wände und Decken (Renovierung?)
  • vorhandener Bodenbelag
  • Fenster, Türen und Wärmeisolierung
  • Heizung, Elektroleitungen
  • Sanitäranlagen
  • barrierefreier Zugang, Aufzug
  • Terrasse, Balkon und/oder Garten
  • speziell bei Wohnungs- und Hauskauf: Eigennutzung oder Vermietung, Zustand von Dach, Treppenhaus, Außenanlagen usw.
  •  Angaben zum Zustand einzelner Räumlichkeiten (Bad, Küche, Wohnzimmer, etc.)

ÜBERSICHT ZU DEN KOSTEN

  • Mietkosten / Kaufkosten
  • Nebenkosten / Betriebskosten
  • Maklerprovision
  • Kaution
  • weitere anfallende Kosten

WEITERE FRAGEN (ANREGUNGEN FÜR DIE BESICHTIGUNG)

  • Seit wann und warum steht die Immobilie zum Verkauf?
  • Können Einrichtungsgegenstände übernommen werden (z.B. Küche, Gardinenstangen)?
  • Wie viele Interessenten gibt es?
  • Bis wann sollte eine Entscheidung für oder gegen die Immobilie getroffen werden?
  • Wie ist der Ansprechpartner der Immobilie am besten erreichbar?

Neben einer möglichst umfangreichen Checkliste unterstützt auch eine gute persönliche Pro- und Contra-Liste die Wohnungs- und Hausauswahl:

  • Was spricht insbesondere für das Objekt?
  • Welche Vor- und Nachteile bietet die Lage der Immobilie?
  • Was gefällt Ihnen sehr gut, gut, weniger gut und gar nicht

Einfache Objektsuche mit Immo-Suche.net

Auf Immo-Suche.net finden Sie aktuelle Wohnungsangebote und Inserate für Eigentumswohnungen, Hauskauf bundesweit. Grenzen Sie Ihre Suche bequem nach Ort, gewünschter Zimmeranzahl und Wohnfläche ein.

 

Bildmaterial: shadowfirearts CC0, PIRO4D CC0, sasint CC0, Photo-Mix CC0, Life-Of-Pix CC0, 821292 CC0 via Canva.com