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Immobilienkredit: Hinweise zur Finanzierung

Dienstag 02. August 2016

Bei der Prüfung von Finanzierungsvorhaben sind Kreditinstitute bedingt durch die Umsetzung einer EU-Richtlinie in deutsches Recht seit diesem Frühjahr verpflichtet, die Kreditwürdigkeit der Antragstellenden detaillierter unter die Lupe zu nehmen. Wie beeinflusst das die Vergabe von Immobilienkrediten? Aus Verbrauchersicht soll die betreffende EU-Richtlinie vor unsicheren Finanzierungen schützen. Die Prüfung der Kreditwürdigkeit spielt dabei eine zentrale Rolle und bringt für die Finanzbranche entsprechende Änderungen mit sich. Diese neu geltenden Bestimmungen, so die Meldungen mehrerer Sparkassenverbände, seien auch eine Ursache für sinkende Zusagen bei Immobiliendarlehen. Demnach sanken die Kreditfinanzierungen in diesem Bereich im zweiten Quartal 2016 um 10 bis 20 Prozent.

Kreditwunsch sorgfältig planen

Der Bundesverband der Verbraucherzentralen kann derzeit wiederum nicht bestätigen, dass Kreditanträge seit der maßgeblichen Gesetzesänderung generell vermehrt abgelehnt werden. Entscheidend sei allerdings wie die Kreditinstitute die neuen Regelungen in ihren Prüfverfahren anwenden.

Wer einen Immobilienkredit aufnehmen möchte, sollte sich daher im Vorfeld über die geltenden Bedingungen und einzureichenden Unterlagen informieren. Maßgeblich für die erfolgreiche Kreditvergabe und Finanzierung seien nicht mehr nur Eigenkapital und Sicherheiten, sondern speziell auch die anhand der genaueren Prüfung erfolgende Einschätzung, ob ein Darlehen tatsächlich auch zurückgezahlt werden kann.

Weitere Informationen zum Thema:
Ratgeber Immobilienfinanzierung
Wohnimmobilienkreditrichtlinie (BGH)
Gesetz zur Umsetzung der Wohnimmobilienkreditrichtlinie
STERN Bericht zum Thema

Bildquelle: Flickr.com – Bankenverband – Bundesverband deutscher Banken, Schenkungssteuer, CC0 1.0