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Mieterbund fordert Obergrenze bei Neuvermietung

Mittwoch 22. August 2012

Der Deutsche Mieterbund e.V. ist erneut für eine Anpassung an örtliche Mietpreise bei Abschluss von Neuverträgen eingetreten. Insbesondere in gefragten Citylagen würden die Mietpreise weiter ungehindert bei einem Mieterwechsel in die Höhe schnellen, wenn keine entsprechende Obergrenze festgelegt wird, so Lukas Siebenkotten, Direktor beim Mieterbund. In diesem Zusammenhang sei die Politik gefordert, den anhaltenden Mietsteigerungen entgegen zu wirken. Nach Forderung des Mieterbundes sollten Mieten bei einem Neuvertrag maximal 10 Prozent über den in der jeweiligen Region aktuellen Mietpreisen liegen. Eigentümer von Wohnungen nutzen einen Mieterwechsel häufig dazu, um die Mietpreise entsprechend anzupassen. Nicht selten kommt es so bei einem Neuvertrag zu einem Mietaufschlag von bis zu 30 Prozent. Der Deutsche Mieterbund bezifferte darüber hinaus den Wohnungsbedarf in einer im Frühjahr in Auftrag gegebenen Studie, wonach insbesondere der Mietwohnungsbau stärker vorangetrieben werden muss.

Auch Untersuchungen des Instituts der Deutschen Wirtschaft bescheinigen der Bundesrepublik einen deutlichen Marktwandel im Immobilienbereich. In den letzten beiden Jahren, so das Ergebnis der Analyse, sind die Immobilienpreise insgesamt um bis zu 4,5 Prozent gestiegen. Entsprechend günstige und bezahlbare Immobilien zur Miete in Großstädten und Ballungszentren zu finden, sei daher insbesondere für sozial schwächer gestellte Bundesbürger eine Herausforderung.

An einer gesetzlich festgelegten Obergrenze, die Mietpreissteigerungen entsprechend entgegenwirken könnte, fehlt es jedoch. Bei Neuabschluss eines Mietvertrages könnte dabei eine Kostendeckelung gemessen am örtlichen Mietspiegel in Betracht kommen. Ob dieser Vorschlag jedoch bei der Bundesregierung Anklang findet und auch umgesetzt werden kann, bleibt derzeit offen.