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Studenten auf Wohnungssuche

Mittwoch 16. September 2015

Nur noch wenige Wochen bis zum Start des Wintersemesters 2015/16: Viele Studierende stehen dabei aktuell vor der Herausforderung bezahlbaren Wohnraum in den Universitätsstädten oder nahe der deutschen Hochschulstandorte zu finden. Vielerorts gibt es zu wenige Wohnheimplätze, Single-Wohnungen häufig zu teuer und die Nachfrage für Wohngemeinschaften (WGs) übersteigt das Angebot deutlich. Studieren ja, aber wo und wie wohnen?

Die Studentenzahlen steigen bundesweit. Allerdings kann man das vom Wohnungsangebot und verfügbaren Wohnheimplätzen nicht im gleichen Maße behaupten. Daher dürften noch zahlreiche Studierende auf der Suche nach ihrer Unterkunft am Studienstandort sein.

Beispiel Hannover

Wie in vielen anderen Universitätsstädten in Deutschland, gestaltet sich die Lage zum Semesterstart im Winter weiter schwierig. Für die Landeshauptstadt Hannover wird im Wintersemester 2015/16 mit 7000 Studienanfängern gerechnet. Für ungefähr 2000 von ihnen gibt es die Chance auf ein Zimmer im Wohnheim, viele andere suchen auf dem Wohnungsmarkt noch nach günstigen Wohnungen, Studenten Apartments oder WG Zimmern.

Studentenwohnheime bieten günstige Mietpreise

Das Interesse an Hochschulangeboten für studentisches Wohnen (z.B. Wohnheim) ist groß, denn hier können Studierende oft mit vergleichsweise günstigen Kosten unter dem Mietpreisspiegel des jeweiligen Hochschulstandorts rechnen. Mittlerweile betragen die Wartezeiten auf einen freien Platz jedoch mehrere Monate, auch wenn vielerorts auf einen gezielten Ausbau entsprechender Wohnanlagen gesetzt wird, u.a. gefördert vom Bund.

Eigene Wohnung mieten oder in einer WG wohnen

Viele Studenten entscheiden sich für das Wohnen in einer Wohngemeinschaft, nicht zuletzt weil WG Zimmer häufig günstiger sind als die eigene Wohnung. Gemäß einer aktuellen Untersuchung zum Wohnungsmarkt in deutschen Hochschulstädten können Studierende in einer WG im Vergleich zur eigenen Wohnung bis zu 40 Prozent an Kosten sparen.

Der Anbieter immowelt hat dabei die Mietpreise von Singlewohnungen und WG-tauglichen Wohnungen in Universitätsstädten in Deutschland mit über 10.000 Studierenden untersucht (Zeitraum: März-August 2015). Und das zeigt der Mietpreisvergleich am Beispiel:

Beispiel Koblenz – WG Suche spart 40 Prozent Mietkosten

Singlewohnung (max. 40 qm): kalt 10,30 EUR/Quadratmeter
WG Wohnung (80-120 qm), gemeinschaftlich genutzt: kalt 6,20 EUR/Quadratmeter

Beispiel Ulm – Bis zu 34 Prozent weniger zahlen im WG Zimmer

Singlewohnung (max. 40 qm): kalt 13,50 EUR/Quadratmeter
WG Wohnung (80-120 qm), gemeinschaftlich genutzt: kalt 8,90 EUR/Quadratmeter

Eine hohe Ersparnis zeigte die Analyse auch für die Hochschulstandorte Erlangen (WG Leben für Studenten bis zu 32 Prozent günstiger) und Karlsruhe (31 Prozent).

Wer im Osten der Bundesrepublik studiert, könnte hingegen mit einer Einraumwohnung günstiger fahren. Diese sind zum Beispiel in Rostock oder Potsdam bis zu 9 Prozent günstiger als eine WG Wohnung. Mit ein wenig Glück finden Studenten in Dresden und Erfurt ebenfalls eine günstige Singlewohnung, die weniger Mietkosten mit sich bringt als ein WG Zimmer.

Bildquelle: Flickr.com – Marcel Heller, Wohnen_neu, CC BY 2.0