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Studentenwohnungen sind knappes, teures Gut

Mittwoch 04. Mai 2016

Rings um die deutschen Hochschulstandorte bleibt der Wohnungsmarkt angespannt. Insbesondere zum Semesterbeginn übersteigt die Nachfrage nach günstigem Wohnraum bei weitem das Angebot für Wohnungen. Eine aktuelle Studie weist nun den so genannten Studentenwohnpreisindex für insgesamt elf Großstädte in Deutschland aus. Studentisches Wohnen ist teurer geworden

Bedingt durch steigende Mieten, die sinkende Anzahl freier WG Zimmer und mangelnde Wohnheimplätze nimmt die Anzahl der Studierenden, die im elterlichen Haushalt wohnen, wieder zu. Vielerorts fehlt es an Alternativen, wobei das Studentenleben in einigen Universitätsstädten Deutschlands kaum mehr finanzierbar scheint.

Das Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW Köln) und die Deutsche Real Estate Funds (DREF) analysieren mit einer aktuellen Studie den Wohnungsmarkt für Studenten. Die Erhebung, basierend auf Daten von Immobilienscout24, soll künftig regelmäßig Erkenntnisse über die Preise für Studentenwohnungen liefern und deren Entwicklung verfolgen.

Höhere Mieten für Studentenwohnungen

Wie die nachfolgende Grafik veranschaulicht, sind die Wohnungsmieten seit 2010 in einigen der untersuchten Städte deutlich gestiegen. Besonders teuer kann das Studium in München werden. Hier zahlen Studenten im Durchschnitt 580 EUR für 30 Quadratmeter (unmöbliert) in Uni-Nähe.

Hohe Mietkosten müssen auch Studenten in Frankfurt am Main (505 EUR), in Stuttgart (474 EUR) und in Bonn (457 EUR) einplanen. In diesen stark frequentierten Universitätsstädten gibt es zudem nur wenige staatlich geförderte Wohnungsinitiativen für Studenten (z.B. Wohnheimplätze), so die Studienverantwortlichen (Quelle).

Mit einer Mietpreissteigerung von knapp 30 Prozent ist das Wohnen in Berlin für Studierende ebenfalls zunehmend teurer geworden. Allerdings liegen die durchschnittlichen Mietkosten mit 386 Euro deutlich unter denen von München oder Hamburg. Günstige Studentenwohnungen im Vergleich der elf Städte scheint Bochum zu versprechen. Hier landet man im Schnitt bei Mietkosten von 329 EUR und lebt damit bis zu 40 Prozent günstiger als in München.

Single-Wohnungen gefragt

Neben Studenten zieht es auch Auszubildende und junge Erwachsene in einen eigenen Haushalt. In den letzten Jahren ist die Anzahl der deutschen Single-Haushalte signifikant gestiegen. Ob der Immobilienmarkt den zunehmenden Bedarf an kleineren und bezahlbaren Wohnungen decken kann, bleibt abzuwarten.

Bildquelle: Flickr.com – Universität Erfurt, Studierende am Schwarzen Brett, CC BY 2.0