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Studentenwohnungen – Wo es noch bezahlbare Mieten gibt

Samstag 04. August 2018

StudentenwohnungenNur noch zwei Monate, dann beginnt für viele Abiturienten ihr neues Leben als Studierende. Die meisten von ihnen suchen bereits jetzt nach einer bezahlbaren Studentenbude. Ob Studentenwohnheim, Studenten-WG oder Studenten-Appartement – oft entscheidet das zur Verfügung stehende Einkommen, welche Wohnform man sich als Student überhaupt leisten kann. Wer Glück hat und in der Heimatstadt studieren kann, der dem steht noch das preiswerte Hotel-Mama zur Auswahl.

Mieten für Studenten-WGs teilweise um über 20 Prozent gestiegen

Die Zahl der Studieranfänger steigt von Jahr zu Jahr, ebenso die Mieten. Gerade in den Metropolen ziehen renommierte Universitäten und Forschungsinstitute Studenten aus dem In- und Ausland an. Gleichzeitig sind Großstädte wie Berlin oder München besonders attraktiv für Investoren, die die Mieten in die Höhe treiben – auch die von Studenten-WGs. Um mehr als 20 Prozent sollen hier wie auch in Stuttgart, Passau und Augsburg die Mieten für Studenten-WGs gestiegen sein, wie aus einer Befragung des Portals Homeday hervorgeht. In den insgesamt 75 untersuchten Universitätsstädten stiegen die Mieten im Durchschnitt um etwa 12 Prozent.

Wohnungsnot besonders groß in den kleinen Universitätsstädten

Wohnungen für StudentenBesonders in den kleineren Uni-Städten ist für Studenten die Lage auf dem Wohnungsmarkt angespannt. In Münster etwa werden derzeit zwei Studentenwohnheime mit insgesamt 1000 Wohneinheiten saniert, was die Wohnungsnot zusätzlich verschärft. Das Studentenwerk hat daher das Projekt „Rotes Sofa“ ins Leben gerufen. Bürger der Stadt, die ein freies Zimmer zur Verfügung stehen haben, will man ermutigen, dieses an Studenten zu vermieten. In Aachen verfolgt die Initiative Extraraum das gleiche Ziel. Wenn alle Stricke reißen, will man in Münster zudem ehemalige Notunterkünfte für Flüchtlinge an Studenten vergeben, die bis zum Start des Wintersemesters 2018/19 keine Bleibe gefunden haben.

In diesen Universitätsstädten wohnen Studenten am günstigsten

Laut der Homeday-Analyse finden Studierende vor allem in den ostdeutschen Universitätsstädten und im Ruhrgebiet bezahlbaren Wohnraum für unter 7 Euro pro Quadratmeter. Die ersten drei Plätze belegen Wittenberg, Chemnitz und Senftenberg mit Mietpreisen zwischen 5,30 Euro und 5,55 Euro. Mit Salzgitter (5,60 Euro), Iserlohn (5,90 Euro), Duisburg (6,10 Euro) und Wuppertal (6,45 Euro) befinden sich auch vier westdeutsche Universitätsstädte in den Top 10. Weiterhin lebt sich es als Student besonders günstig in Cottbus (5,75 Euro), Magdeburg (6,00 Euro) und Halle (6,25 Euro). Über Quadratmeterpreise von bis zu 7 Euro freuen sich außerdem die Studenten in Schweinfurt, Leipzig, Mönchengladbach, Kaiserslautern, Bochum, Siegen, Wolfenbüttel, Krefeld, Dortmund, Essen, Saarbrücken und Bielefeld.

Unistädte mit den höchsten Mietpreisen

Zum Vergleich: In der Finanzmetropole Frankfurt am Main sind Quadratmeterpreise zwischen 13 und 18 Euro üblich. In München liegt der durchschnittliche Mietpreis bei 17,60 Euro/Quadratmeter. Für eine 80 Quadratmeter Wohnung zahlte eine Studenten-WG vor drei Jahren noch insgesamt 1140 Euro, heute sind es durchschnittlich 1410 Euro. Zu den teuersten Unistädten gehören laut der Untersuchung von Homeday außerdem noch Hamburg, Freiburg, Tübingen, Heidelberg und Stuttgart.

Tipps für die Wohnungssuche in teuren Universitätsstädten

günstige Studenten WohnungAber auch in den großen Metropolen finden Studierende Wohnungen mit vergleichsweise günstigeren Mieten. Diese liegen jedoch nicht unbedingt in Uninähe oder in den angesagten Szenevierteln. Wer also bereit ist, etwas mehr Fahrzeit zur Uni in Kauf zu nehmen, und sich in einem Viertel neben dem Szenebezirk einquartiert, der hat bessere Chancen auf eine günstigere Studentenbleibe. Im Übrigen sind auch die kleineren Universitätsstädte mit guten Verkehrsnetzen ausgestattet, sodass man bei der Wohnungssuche sein Glück auch in einer nahe gelegenen Nachbarstadt oder Nachbargemeinde versuchen kann.

Studenten-Appartements mit Rundumservice für Gutbetuchte

Auf dem Wohnungsmarkt für Studenten gibt es aber auch ein anderes Phänomen zu beobachten: Hochpreisige Studenten-Appartements mit Küchenzeile, Bad sowie Wohn- und Schlafzimmer auf kleinsten Raum. Die hohen Mietpreise für diese Objekte – teilweise über 20 Euro pro Quadratmeter – erklären sich teilweise durch die günstige Lage, der sehr guten Ausstattung, schnellem Internetzugang und dem großzügigen Rundumservice. So gibt es meist Waschmaschinen und Gemeinschaftsräume, auch ein Hausmeister schaut immer nach dem Rechten. In diese modernen Studenten-Appartements wohnen natürlich nur Sprösslinge aus gutem Hause, und das aus dem In- und Ausland.

Weiterführende Informationen von IMMO-SUCHE

 

Bildquellen via Flickr:
Andreas Lauterfeld, Skyscraper Campino Darmstadt, CC BY-SA 2.0
Gunnar Klack, Studentenwohnheim, CC BY-SA 2.0
Marcus Pink, Studentenwohnheim Wundtstraße #2, CC BY-SA 2.0