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Studentisches Wohnen – Ein teures Vergnügen

Dienstag 15. Januar 2019

Nach Angaben des Deutschen Studentenwerks hat etwa ein Viertel aller Studierenden weniger als 700 Euro monatlich zur Verfügung. In einem solchen Fall nehmen die Mietausgaben dann nicht selten knapp die Hälfte des insgesamt verfügbaren Einkommens ein.

Wie hoch sind die Lebenshaltungskosten von Studierenden wirklich?

Dieser Frage gehen das Deutsche Studentenwerk und das Forschungsinstitut für Bildungs- und Sozialökonomie in der neuen Auflage der Studie „Ermittlung der Lebenshaltungskosten von Studierenden“ auf den Grund.

Daraus gehen insbesondere überproportional gestiegene Mietausgaben sowie höhere Ausgaben in den Bereichen Gesundheit und Fahrtkosten hervor. Insgesamt seien die Lebenshaltungskosten der Studierenden seit 2012 zunehmend gestiegen, im Bereich Miete / Wohnen sogar um bis zu 55 Prozent. Die Experten fordern daher eine Anpassung der BAföG-Fördersätze, in stärkerem Ausmaß als bisher von der Bundesregierung anvisiert.

Alle Informationen zur Studie hier.

Mehr BAföG ab dem Wintersemester 2019/2020

Der BAföG Grundbedarfssatz soll zunächst um 5 Prozent angehoben werden. Im Wintersemester 2020/2021 soll dann eine weitere Erhöhung um 2 Prozent folgen. Zudem ist geplant, die Wohnpauschale (bisher: 250 EUR pro Monat) auf 325 Euro pro Monat zu erhöhen.

Diese Änderungen unterstützen die Studierenden zwar generell, werden aber nicht in allen Universitäts- und Hochschulstädten für eine Entspannung bei der Wohnungssuche sorgen.

Günstiger Wohnraum für Studenten bleibt knapp

Wer als Student günstig wohnen möchte, zieht häufig den Kürzeren. Die eigene Studentenwohnung scheint vielerorts einfach nicht finanzierbar, für WG Zimmer gibt es mittlerweile in einigen Städten schon ebenso lange Wartelisten wie für die Unterkunft im Studentenwohnheim.

Aktuelle Informationen zum studentischen Wohnungsmarkt auch hier.

Studentisches Wohnen in der politischen Diskussion

Die aktuelle BAföG-Novelle wird auch innerhalb der Politik weiter kontrovers diskutiert. Könnte eine Anpassung an den jeweiligen regionalen und lokalen Mietpreisspiegel weitere Entspannung bringen? Was ist mit den zahlreichen nicht BAföG-Berechtigten, die weiterhin steigende Mieten ohne zusätzliche finanzielle Beihilfen stemmen müssen?

Es bleibt spannend im Jahr 2019! Immo-Suche.net wird den Wohnungsmarkt für Studierende weiter im Blick behalten und im Laufe des Jahres auch über weitere Besonderheiten am deutschen Wohnungsmarkt berichten.

Weiterführende Informationen

Bildquelle: Juhasz Imre / Pexels via Canva.com