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Studie: Mietpreise steigen weiter

Dienstag 27. November 2012

Die Unzufriedenheit zahlreicher Mieter in der Bundesrepublik steigt weiter, denn gemäß aktueller Studien ist bei Mietpreissteigerungen noch lange kein Ende in Sicht. Wie das Marktforschungsinstitut TNS Infratest für die Wüstenrot Immobilien GmbH ermittelte, ist etwa jeder vierte Mieter auf der Suche nach günstigerem Wohnraum. Auch über weitere Varianten, mit denen Mieter planen Kosten zu sparen informiert die Studie. Insbesondere in den deutschen Großstädten ist die Lage auf dem Wohnungsmarkt innerhalb der letzten Jahre knapper geworden. Günstigen Wohnraum für Geringverdiener und Mieter mit wenig bis mittlerem Einkommen sucht man vielerorts vergebens. So mancher Branchenbeobachter spricht bereits von Mietpreisexplosionen, die in bestimmten Gesellschaftsschichten für eine besonders angespannte Lage sorgen. Für 24 Prozent der von TNS Infratest Befragten steht eines fest: Günstigere Wohnungen müssen her und in der Konsequenz bequemen sich zahlreiche Mieter auf die Suche nach dem nur allzu gefragten Wohnraum zum kleinen Preis. Knapp die Hälfte der Befragten (45 Prozent) begegnet den steigenden Mietpreisen in Deutschland bereits mit entsprechenden Sparmaßnahmen, beispielsweise in Form von Einsparungen bei Konsumgütern und Energieverbrauch.

Wie die Befragung im Auftrag der Wüstenrot Immobilien GmbH zeigte, nehmen die Mietausgaben in der Bundesrepublik einen durchschnittlichen Anteil von 37 Prozent des Nettoeinkommens ein, das einem Haushalt zur Verfügung steht. Geringverdiener müssen aktuell im Schnitt 43 Prozent des Haushaltsnettoeinkommens für die Miete aufwenden.

Dass es Veränderungen am Immobilienmarkt geben muss, hat auch die Politik erkannt. So fordert Peter Ramsauer, Bundesbauminister, insbesondere neuen Wohnraum für Studenten. Deutschlandweit würden dabei bis zu 70.000 Wohnungen für Studenten fehlen. Abhilfe könnten ehemalige Bundeswehrkasernen schaffen, die entsprechend in Wohnheime umgebaut werden sollen. Diesbezüglich verständigt sich der Minister auch gerade gezielt mit verschiedenen Vertretern von Immobilienwirtschaft und Studentenwerken.