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Wie funktioniert eine Immobilienverrentung?

Mittwoch 21. Juni 2017

Bei einer Immobilienverrentung tauschen Eigenheimbesitzer ihr Haus gegen eine Rente. Das bietet sich für Ruheständler an, deren Vermögen in der abbezahlten Immobilie steckt, während ihre Rente schmal ausfällt. Sie können durch eine Immobilienverrentung im Haus wohnen bleiben, wenn sie wesentliche Punkte beachten.

Grundsätzliche Motivation für eine Immobilienverrentung
Wenn Eigenheimbesitzer ihr Leben lang die Hypothek abbezahlt haben, konnten sie für die Altersvorsorge oft nicht genügend ansparen. Aufgrund eines eher durchschnittlichen Verdienstes erhalten sie im Ruhestand nur eine bescheidene gesetzliche Rente, doch eigentlich sind sie mit dem Haus vermögend. Nur reicht das Geld kaum zum Leben und erst recht nicht für den nötigen altersgerechten Umbau oder fortlaufende Reparaturen. Umziehen möchten die Ruheständler eher nicht. Die Verrentung ihrer Immobilie ist die Lösung, die sich aktuell (2017) aufgrund steigender Immobilienpreise anbietet.

Immobilienverrentung: die Vorgehensweise
Um die gewünschte Leibrente zu erhalten, können Sie Ihr Eigenheim an eine gemeinnützige Organisation, einen privaten Investor oder eine Wohnungsgesellschaft verkaufen. Sie erhalten allerdings einen Preis deutlich unter dem aktuellen Verkehrswert, den Ihnen der Käufer als Immobilienrente auszahlt. Der Käufer sichert Ihnen zudem ein lebenslanges Wohnrecht zu. Das hört sich zunächst sehr logisch an, Sie müssen aber mehrere Kaufinteressenten finden und dann deren Konditionen vergleichen. Die Käufer sind zu dieser Vereinbarung bereit, wenn ihr Gewinn voraussichtlich den Verkehrswert des Hauses leicht übersteigt. Das ist in der Praxis schwer zu kalkulieren, weil niemand die Dauer Ihres Rentenbezuges kennt. Es gibt für die Immobilienrente Rechenmodelle, die auf folgenden Faktoren basieren:

– Ihr Geschlecht und Alter als Verkäufer
– Wert der Immobilie
– Höhe der Leibrente
– Inflationsrate, an welche die Leibrente angepasst wird

Auch die Vereinbarung einer Mindestlaufzeit ist möglich. Dabei würden im Falle Ihres zeitigeren Ablebens Ihre Erben die Rente weiter bis zum Ablauf beziehen. Nötig ist für so einen Vertrag eine notarielle Beglaubigung Ihres Wohnrechts, die erstrangig im Grundbuch steht. Damit entgehen Sie der Gefahr, dass der Käufer das Haus wieder verkauft und Sie doch ausziehen müssen. Eine Rückfallklausel spricht Ihnen Ihre Immobilie wieder zu, falls der Käufer Insolvenz anmeldet und Ihnen die Rente nicht mehr zahlen könnte. Auch der Unterhalt der Immobilie (inklusive Sanierung/Renovierung) wird vertraglich geregelt. Sollten Sie über ein Nießbrauchsrecht verfügen, könnten Sie selbst die Immobilie vermieten.

Vor- und Nachteile der Immobilienrente:

Vorteile
– Wohnumgebung bleibt bestehen
– Vorzüge der Leibrente

Nachteile
– schwierig zu kalkulieren
– Erbe verfällt

Lassen Sie sich am besten zur Immobilienrente beraten!

Bildquelle: Flickr.com – Ralf Kothe, Senioren auf einer Parkbank, CC BY 2.0