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Zwangsversteigerungen nehmen ab

Mittwoch 11. Juli 2012

Die Zahl der Zwangsversteigerungen hat innerhalb der Bundesrepublik Deutschland im ersten Halbjahr mehrheitlich abgenommen. Auf Basis eines Berichts des Verlages Argetra kamen insgesamt nur 33.190 Wohnimmobilien unter den Hammer. Dies entspricht einer rund 15-prozentigen Verringerung im Vergleich zum ersten Halbjahr des Vorjahres. Als möglichen Grund für diese Entwicklung führen Immobilienexperten auch das aktuell niedrige Zinsniveau an, mit dem Umschuldungen leichter möglich seien. Ferner seien die Banken bemüht, weniger Zwangsversteigerungen durchzuführen. Die Angaben des Argetra Verlags beruhen auf der Datenauswertung von über 500 Amtsgerichten. Daraus geht auch hervor, dass sich die Zwangsversteigerungen für einzelne Immobilien etwa in drei Teile gliedern. Der Anteil von Zwangsversteigerungen für Ein- und Zweifamilienhäuser betrug rund ein Drittel. Ähnlich verhielt es sich mit Eigentumswohnungen sowie Immobilien und Grundstücken, die einer bestimmten gewerblichen Nutzung unterlagen.

Zwangsversteigerungstermine in den deutschen Bundesländern

Die meisten Zwangsversteigerungen gab es in Nordrhein-Westfalen (8.143 Termine), gefolgt von Niedersachsen mit 3.466 und Sachsen mit 3.318 Terminen. Insgesamt nahm die Anzahl der Zwangsversteigerungen in Sachsen aber beispielsweise um rund ein Fünftel ab. In Thüringen wurden sogar 25 Prozent weniger Zwangsversteigerungen im ersten Halbjahr 2012 registriert. Die wenigsten Zwangsversteigerungen im Vergleich pro 100.000 Haushalte wurden in den Bundesländern Hamburg, Berlin und Bayern registriert. Bremen bildet in der Analyse eine Ausnahme, denn hier nahm die Anzahl der anberaumten Zwangsversteigerungen im Vergleich zum ersten Halbjahr 2011 um 1,9 Prozent zu.

Grundlegendes zur Zwangsversteigerung von Immobilien

Sind günstige Immobilien gesucht, empfiehlt sich auch der Blick auf aktuelle Angebote zur Zwangsversteigerung. Die Objekte können dabei im Rahmen einer Vollstreckungs- oder einer Teilungsversteigerung veräußert werden. Interessenten sollten sich in jedem Fall ausführlich über die jeweilige Versteigerungsakte und insbesondere Informationen wie Grundbucheintrag, Baulastverzeichnis und Verkehrswert informieren. Zwischen der Objektbesichtigung und dem Termin der Zwangsversteigerung sollte auch ausreichend Zeit für die Planung der Finanzierung und das Festlegen des persönlichen Maximalgebots eingeplant werden.

Nach Meinung des Argetra Verlags ist ein weiterer Rückgang der Zwangsversteigerungen in Deutschland zu erwarten. Dies liegt insbesondere in der aktuellen Marktsituation begründet, die eine Veräußerung von interessanten Objekten aufgrund von hoher Nachfrage am freien Markt derzeit einfacher als sonst gestalte.